Tischgespräche
Grafik: IMAGINE THE CITY
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Tischgespräche #1
© Sibel Bicer
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Grafik: IMAGINE THE CITY
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Eine Veranstaltungsreihe von IMAGINE THE CITY mit Gästen aus Hamburg und der Welt über den Standortfaktor Kunst.

05. Februar 2020
#2: Urbane Räume als Ressource für kreative, spielerische Aktivitäten mit Playful Commons
Gäste des 2. Tischgesprächs sind Jennifer Aksu und Sebastian Quack von der Initiative Playful Commons.

Playful Commons experimentiert mit innovativen Verfahren, um mehr Spontaneität, Austausch und Verantwortung in urbanen Räumen zu ermöglichen. Wie können öffentliche Räume zur gemeinsam genutzten Ressource für kreative, spielerische Aktivitäten von BürgerInnen und Gästen werden? Zu Orten, die allen für nichtkommerzielle, selbstorganisierte Kultur zur Verfügung stehen: von Gesprächen, Performance, Musik, Sport, Essen, bis hin zu Kunst-Installationen, Gärtnern, temporären Möblierungen und anderen unerwarteten Gestaltungsformen.

Grundlage ist dabei ein Verständnis von Spiel als Basis für urbanes Zusammenleben. Inspiriert durch das Creative Commons Lizenz-Modell aus dem digitalen Urheberrecht gehen die MacherInnen von Playful Commons davon aus, dass es auch im Interesse von Verwaltungen und Besitzer ist, im Realraum mehr Spiel und Kreativität zuzulassen. Oft fehlt es dabei nicht an gutem Willen, sondern an klaren Rahmenbedingungen, aufwandsarmen, transparenten Verfahren und inspirierenden Beispielen. Diese Lücke will das Projekt schrittweise schließen.

In Zusammenarbeit mit IMAGINE THE CITY plant Playful Commons für Sommer 2020 ein Testgelände in der Hafencity, das als Fokus für ein Recherche- und Design-Projekt auf drei Ebenen dient: Rechtliche Rahmenbedingungen, Moderation und Abstimmungsverfahren, beispielhafte spielerische Nutzungen. Im Tischgespräch diskutieren wir die Idee und sammeln Ideen für die Umsetzung.

19. Dezember 2019
#1: Gemeinschaftsbasierte Kunstproduktion mit Liz Magic Laser

Außerdem dabei: Dafna Maimon (Künstlerin), András Siebold, Marcel Bisevic (Kampnagel Sommerfestival), Dorothea Heintze (Journalistin, langjähriges Mitglied Netzwerk HafenCity)

Liz Magic Laser ist eine Multimedia- und Performance Künstlerin aus New York City. Ihre Werke intervenieren in öffentliche und halböffentliche Räume wie Empfangshallen, Kinos und Nachrichtenredaktionen. Für ihre ortsspezifischen Projekte begibt sie sich in bestehende soziale Gefüge hinein und adressiert deren oft unbewusste Wirkmechanismen. Jeder Arbeit geht ein intensiver Rechercheprozess voraus, der die Beschäftigung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen genauso umfasst wie intensive persönliche Gespräche vor Ort. Laser führt mit verschiedenen Akteuren wie SchauspielerInnen, JournalistInnen oder AnwohnerInnen Gespräche über Themen aus deren Alltagsleben. Diese Erfahrungen destilliert sie und übersetzt sie in Bühnenstücke, Videoinstallationen oder Interventionen in den öffentlichen Raum.

Im Dezember verbringt Liz Magic Laser eine Woche in der HafenCity, um den Stadtteil und seine Bewohner kennenzulernen und erste Projektideen zu entwickeln. Das erste Tischgespräch will sie dazu nutzen, einige für das neue Vorhaben relevante Projekte vorzustellen, mögliche Themen und Vorgehensweisen für Hamburg zu präsentieren und mit dem Publikum zu diskutieren. Vor diesem Hintergrund wird Laser von ihren aktuellen Projekten erzählen, die die Anwendung eines Reality-TV-Formats auf die Funktionsweise der Gig-Economy und auf Techniken von Persönlichkeitstests bei gesellschaftspolitischen Spannungen zum Gegenstand haben. Die Künstlerin Dafna Maimon wird ebenfalls eine aktuelle Arbeit vorstellen, die sich auf den langjährigen Dialog zwischen ihr und Laser über deren künstlerische Praxen bezieht.

Über Tischgespräche
IMAGINE THE CITY hat ein neues Hauptquartier bezogen und nimmt dies zum Anlass, Einblick in die Arbeitsprozesse zu geben und kulturelle Perspektiven auf die Hafencity vorzustellen.

In unregelmäßigen Abständen räumen wir ab sofort die Schreibtische leer und öffnen das Büro für informelle Diskussionen mit dem Team und unseren ProjektpartnerInnen aus aller Welt. Ausgangspunkt für jedes Gespräch ist ein Gast – sei dies ein/e bildende/r KünstlerIn, eine WissenschaftlerIn oder eine SpieleentwicklerIn –, der oder die ihr Projekt für den Stadtteil präsentiert und Strategien vorstellt, mit denen ihre Intervention Einfluss auf die Stadt und ihr Selbstverständnis nehmen könnte.

Im Mittelpunkt steht die provokante Frage, ob sich Kunst als Standortfaktor eignet, und zwar nicht aus ökonomischer, sondern aus zivilgesellschaftlicher Perspektive, als Teil eines städtischen Aneignungsprozesses, der kulturelle Praktiken integral mitdenkt. Wir wollen mit den Akteuren diskutieren, welche Rolle sie in diesem Setting einnehmen können oder wollen und wie sich dadurch der künstlerische Prozess – und dessen Ergebnisse verändert.

Jeder Abend fokussiert eine andere Herangehensweise, dabei reicht die Vielfalt der unterschiedlichen Ansätze von partizipativen Produktionsprozessen über die Verschränkung hoch- und populärkultureller Rituale bis zur Erprobung neuer digitaler Formate. Potentielle Vorwürfe über die Funktionalisierung oder Instrumentalisierung von Kunst werden hier ebenso herausgefordert wie die Erwartung, dass Kunst per se kritisch (wem oder was gegenüber?) sein müsste.

Jeder Gast kann sich zusätzliche GesprächspartnerInnen wünschen, die sich inhaltlich in die Diskussion einmischen, sodass sich das Team, geladene Gäste und das interessierte Publikum in intimer Atmosphäre zu einer öffentlichen, ergebnisoffenen und von der HafenCity-Kuratorin moderierten Arbeitssitzung versammeln. Es werden Videoclips gezeigt und Einwürfe gehört. Jede/r darf mitreden, aber niemand muss!

Außerdem: Auf einen Tisch gehört etwas zu Essen – deswegen bereiten wir zu jedem Gespräch ein kostenloses Abendessen für alle zu; Getränke gibt´s zum Selbstkostenpreis.


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Datum 5. Februar 2020 - 5. Februar 2020 Öffnungszeiten Beginn um 19 Uhr
Standort Office
Shanghaiallee 21,
20457 Hamburg
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