OFFENE WELTEN

OFFENE WELTEN

Omer Fast

Ab September 2023

Einatmen, Ausatmen

DOMESTICITY

Das nächste Projekt der Ausstellungsreihe ist ab 4. Februar zu sehen: LIGUSTRUM von Esteban Pérez sorgt auf eigenwillige Art und Weise für mehr Lebendigkeit in der HafenCity.

Aktuell am Kiosk

In seiner aktuellen Ausgabe porträtiert DER HAMBURGER Ellen Blumenstein – die Rubrik Populär stellt Menschen und Projekte vor, die der Stadt ein Gesicht geben. Zu lesen exklusiv in unserem Pressebereich.

AUSSTELLUNG, PERFORMANCE, PODCAST

Facts & Figures

2017 durch die HafenCity Hamburg GmbH initiiert, startete das experimentelle Kulturprogramm mit der Berufung von Ellen Blumenstein als HafenCity Kuratorin. Seit 2018 firmieren wir als IMAGINE THE CITY und werden durch den unabhängigen und gemeinnützigen Verein Kunst und Kultur in der HafenCity getragen. Bislang haben wir über 20 Projekte mit fast 100 Beteiligten realisiert, mit acht Kulturinstitutionen kooperiert und mehr als drei Millionen Euro eingeworben.

FUNKFAHRRAD

© Wilhelm Wolf, FAHRRAD UND RADFAHRER, Leipzig, 1890
© Wilhelm Wolf, FAHRRAD UND RADFAHRER, Leipzig, 1890

Das mobile Kultur-Einsatzfahrzeug kann Podcasts direkt auf der Straße aufnehmen oder senden, Diskussionen an öffentlichen Orten abhalten, Karaoke-Wettbewerbe und Filmstreamings genehmigungsfrei veranstalten. Und: Sie können das Fahrrad für eigene Projekte kostenlos ausleihen!

denk.mal Hannoverscher Bahnhof im Lohsepark

2021 drehte sich bei uns alles um das „Tor zur Welt“: In sieben Gesprächen ermittelte die Historikerin Sandra Schürmann, wie das Hamburger Selbstbild in der HafenCity sichtbar wird. In dieser Podcast Episode zum Beispiel geht es um die Frage, wie Erinnerung räumlich lebendig gehalten werden kann und wie wichtig dafür ‚authentische‘ Zeugnisse sind.

Zu hören auf Apple Podcasts oder Spotify.

The City Imagined mit/with

Die Buchreihe dokumentiert unsere Arbeit in der HafenCity. Bestellen Sie hier kostenlos eines der vier ausführlichen Gespräche Mit Terence Koh, Julius von Bismarck, Benjamin Maus & Richard Wilhelmer, Liz Magic Laser & Dafna Maimon sowie Gerrit Frohne-Brinkmann über die besondere Erfahrung, Kunst im urbanen Gefüge zu entwickeln!

ITC-Newsletter

Verpassen Sie keine unserer Aktivitäten – tragen Sie sich hier ein!

IMAGINE THE CITY entwickelt neue Formate an der Schnittstelle von Kultur und Stadtplanung in der HafenCity. Wir integrieren künstlerische Perspektiven exemplarisch in die Hamburger Stadtentwicklung und kooperieren international mit Gleichgesinnten aus allen Teilen der Gesellschaft. So tragen wir praktisch und diskursiv dazu bei, die Zukunft unserer Städte lebendig, gerecht und solidarisch zu gestalten.

THE GATE Editionen

© Eduardo Basualdo, Sonámbula
© Eduardo Basualdo, Sonámbula

Suchen Sie noch Weihnachtsgeschenke und/oder wollen Künstler:innen unterstützen? Dann kaufen Sie doch ein Kunstwerk von Marlon de Azambuja, Eduardo Basualdo, Marc Bijl, Camillo Ritter oder Svenja Björg Wassil! Schreiben Sie uns für eine Liste mit verfügbaren Arbeiten.

Interaktive Kultur im Stadtraum

© Sansho Studio
© Sansho Studio

Bauen Sie Ihre eigene App: Im kommenden Jahr geht unser webbasiertes Redaktionssystem INTERKIT online, mit dem bekannte Features wie AR, Player, Chat, Archiv und Karte beliebig untereinander verknüpft werden können. Wählen Sie einfach aus, was Sie brauchen oder programmieren Sie Erweiterungen selbst; die Open Source Toolbox ist für alle nichtkommerziellen Nutzungen kostenlos! 

Aus dem Archiv

Schlafen Sie schlecht? – Dann suchen Sie sich in unserem YouTube-Archiv ein passendes Wiegenlied aus: Die Performance HUSH von Liz Magic Laser und Dafna Maimon im Herbst 2021 wappnete jede:n Teilnehmenden gegen ganz persönliche Zukunftsängste.
Im Gegenzug teilen diese ihre individuelle Rückversicherung mit allen Bedürftigen.

Nachricht von SAM

Der manipulative Bot von Florence Jung folgt Nutzenden durch ihren Tag und kommuniziert mit ihnen über eine Handy App. Das letzte Teilprojekt unseres Digitalverbunds OFFENE WELTEN läuft bis Februar 2023 im MGKSiegen – und überall online: Jetzt im App Store oder bei Google Play.

Unser liebster Videotrailer

Mit zwei befreundeten Künstlern hat Gerrit Frohne-Brinkmann sein eigenes BACKDROP-Road Movie gedreht, um unserem Publikum den Weg zum Werk zu zeigen.
Kurzerhand verlegten die drei die berühmte Vorlage C'était un rendez-vous von Claude Lelouch (1976) aus Paris in die HafenCity: ein eigenes kleines Kunstwerk.

Räume zum Träumen

Unser aktuelles Podcast Feature über das letzte unverplante Areal der HafenCity versammelt ehrgeizige, versponnene und visionäre Ideen für eines der teuersten Grundstücke des Stadtteils.
Hören Sie auf Apple Podcasts oder Spotify, was Annika Kahrs, Hadi Teherani und vielen mehr zu diesem besonderen „Lost Place“ an der Elbe einfällt.

Neues Hauptquartier

Besuchen Sie uns an der Coffee Plaza: Ab 1. Januar finden Sie uns unter neuer Adresse mit eigener Terrasse direkt am Sandtorpark.

Neues Feature: Unser Magazin

Für unsere überarbeitete Website haben wir eine neue Kategorie entwickelt: Im Magazin veröffentlichen wir regelmäßig exklusive und / oder besondere Texte, die mit der Macht der Sprache Bilder von Städten entwerfen. Aus allen Zeiten und von überall auf der Welt.

Mit dem Bus zur Kunst

DOMESTICITY

Unsere Ausstellungsreihe bespielt eine Vitrine der Haltestelle vor dem PIERDREI Hotel am Sandtorkai. Bis zum 15. Januar 2023 begegnen Sie dort Saray Purtos Getüm HAUS WANDERER aus ausrangierten, mit weißer Farbe übergossenen Möbeln.

Foto-Wissen auf Telegram

DIE UNSICHTBARE HAND taucht mit Videos, Chats und Comics tief in die Geschichte und Theorie der Fotografie ein. Als virtueller Begleiter der 8. Triennale der Photographie haben wir das Festivalmotto Currency im Sommer 2022 gezielt auf den Hamburger Stadtraum bezogen.
Der Kanal bleibt dauerhaft zugänglich und lohnt auch ohne Ausstellung!

Smiley über der Stadt

Prominenter Text über unser erstes Projekt PUBLIC FACE: Im März 2020 erschien in der Architektur- und Urbanismus-Zeitschrift Arch+ eine ausführliche Analyse. Lesen Sie direkt online.

Geschichte, Technologie, Infrastruktur

Filter Ausstellung, Performance, Podcast, Gedrucktes, Interaktion, Immersion, Skulptur, Klang, Geschichte, Vertiefung, Kurzweiliges, Bühne, Technologie, Veranstaltung, Schwelle, Draußen, Erzählung, Handel, Infrastruktur, Erkunden, Kooperation,

OFFENE WELTEN

Omer Fast, ABENDLAND, 2022, Film Still, © Filmgalerie 451

Omer Fast
Ab September 2023

DOMESTICITY 2: HAUS WANDERER

Saray Purto
15. September 2022–15. Januar 2023

BEE CHAPEL HAFENCITY

Die Kapelle auf dem Ökumenischen Forum HafenCity, © Laura Léglise

Terence Koh
Ab Frühjahr 2023

FUNKFAHRRAD

Stephan Farfler, Muskelwagen, 1665

Javier Acevedo, Theresa Michel, Jonas Wietelmann
Ab 2023

HOW TO LIVE IN THE ECHO OF OTHER PLACES

© Cansu Naz Tekir

Annika Kahrs
1. Juni–4. September 2022

STIMMEN DER STADT 1: BAAKENHÖFT

Theresa Michel
Online

DOMESTICITY 1: RUBIA Y MORENA

© Cansu Naz Tekir

Kristina Kröger
16. Juni–15. August 2022

DIE UNSICHTBARE HAND

© Frank Höhne

Ellen Blumenstein, Harriet von Froreich, Theresa Michel, Cansu Naz Tekir
18. Mai–15. Juli 2022

THE CITY IMAGINED WITH/MIT

© IMAGINE THE CITY

Ellen Blumenstein (Hg.)
2019–2022

AN DER SCHWELLE ZUR WEISHEIT

Daniel Tyradellis
Online

BEDFORM

© Laura Léglise

Kapwani Kiwanga
1. Juni–31. Dezember 2021

STADT IM FLUSS

Sandra Schürmann
Online

HUSH. DIE RÜCKVERSICHERER

© Liz Magic Laser, Dafna Maimon

Liz Magic Laser und Dafna Maimon
16.–19., 23.–26. September 2021

THE GATE. KUNSTSPAZIERGANG

Marlon de Azambuja, THE CAVE, © Laura Léglise

Kuratiert von Ellen Blumenstein, Mona Hermann
1. Juni–31. Oktober 2021

THE GATE. AUDIOTHEK

Dennis Rudolph, THE PORTAL HAFENCITY, © Laura Léglise

Kuratiert von Ellen Blumenstein, Theresa Michel
Online

BOTBOOT

© Laura Biermann-Fireck

Sebastian Quack
19. August 2020–21. Dezember 2021

BACKDROP

© Volker Renner

Gerrit Frohne-Brinkmann
17. April 2020–11. April 2021

TISCHGESPRÄCHE

© IMAGINE THE CITY

Liz Magic Laser und Dafna Maimon, Playful Commons
19. Dezember 2019, 5. Februar 2020

PUBLIC FACE

© Carsten Dammann

Julius von Bismarck, Benjamin Maus, Richard Wilhelmer
23. November 2018–27. September 2020

IMAGINE THE CITY & FRIENDS #2

© Florence Rist

Kuratiert von Cornelius Altmann
25. Juli 2019

IMAGINE THE CITY & FRIENDS #1

© Ayna Steigerwald

HAFENLESUNG GOES SEUTE DEERN
4. Juli 2019

BORDKIOSK SURPRISE

© IMAGINE THE CITY

Kuratiert von Raphael Dillhoff und Nina Groß
11. Juli 2018–29. August 2018

aus Marc Bijl: THE WORKS. 1984 : 2084
Jap Sam Books Amsterdam (erscheint demnächst)

Kapitel 1/5

THE GATES

Frauen, Gewalt und die HafenCity

Ellen Blumenstein

Erstveröffentlichung: Burton’s Gentleman’s Magazine, 1840.

Aus: Theodor Etzel (Hg.), Verbrechergeschichten, Propyläen-Verlag, Berlin, 1921. 

Der Mann der Menge

Erster Teil

Edgar Allen Poe

ADRESSE

IMAGINE THE CITY
Am Sandtorpark 2 
20457 Hamburg 
Phone 040 883 536 58 
info@imaginethecity.de

Telefonisch sind wir ab Mitte Januar 2023 wieder erreichbar. Nehmen Sie gerne per Mail Kontakt mit uns auf.

PRESSE 

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an info@imaginethecity.de.

In unserem Pressebereich finden Sie aktuelles Pressematerial zum Download

© Jan Northoff
© Jan Northoff

Aktuell im Magazin DER HAMBURGER: ein Porträt über IMAGINE THE CITY.

© Helge Mundt
© Helge Mundt

Das Hamburger Abendblatt featured Annika Kahrs’ Installation im alten Hafenspeicher.

© Thomas Hampel
© Thomas Hampel

DER SPIEGEL-Interview mit Terence Koh über seine BEE CHAPEL HAFENCITY.

© Thomas Hampel
© Thomas Hampel

Das PUBLIC FACE verstehen: in-Depth Analyse in der Arch+.

© Laura Biermann-Fireck
© Laura Biermann-Fireck

Das BOTBOOT im Praxistest des ADAC Reisemagazins.
Erschienen in der Ausgabe Nr. 181.

WER WIR SIND

2017 durch die größte Hamburger Entwicklungsgesellschaft, HafenCity Hamburg GmbH (HCH), initiiert, startete das experimentelle Kulturprogramm mit der Berufung von Ellen Blumenstein zur HafenCity Kuratorin. Im folgenden Jahr wandelte sie die Position in das weniger an ihrer Person als an den inhaltlichen Aufgaben orientierte Projekt IMAGINE THE CITY um, das durch den unabhängigen und gemeinnützigen Verein Kunst und Kultur in der HafenCity getragen wird. Die HCH sichert die Grundfinanzierung in der Pilotphase und ist darüber hinaus im Vereinsvorstand vertreten, um eine unkomplizierte Abstimmung der Projekte zu ermöglichen. Ein erheblicher Teil des benötigten Budgets wird durch die Akquise von Drittmitteln gesichert. Seit 2017 haben wir über 20 Projekte mit 55 Beteiligten realisiert, mit 8 Kulturinstitutionen kooperiert und mehr als 3 Millionen Euro eingeworben.

WAS WIR MACHEN

IMAGINE THE CITY entwickelt neue Formate an der Schnittstelle von Kultur und Stadtplanung. Wir integrieren künstlerische Perspektiven exemplarisch in die städtischen Vorhaben der HCH und kooperieren gleichzeitig international mit Gleichgesinnten aus allen Teilen der Gesellschaft. Wir betrachten Stadt aus Nutzer:innenperspektive und ermöglichen Begegnungen mit, in der und durch die gebaute Umwelt, um gemeinsam gesellschaftliche Erwartungen an Kultur neu zu formulieren. Damit zielen wir auf einen Aspekt von Stadt, den die Planung nicht ‚planen‘ kann: informellen, narrativ und imaginär aufgeladenen Raum. So tragen wir praktisch und diskursiv dazu bei, die Zukunft unserer Städte lebendig, gerecht und solidarisch zu gestalten.

WO SIE UNS FINDEN

Ab Januar 2023 bezieht IMAGINE THE CITY ein neues Hauptquartier an der Coffee Plaza in der HafenCity. Aus dem dreiseitig einsehbaren Ladenlokal interagieren wir unmittelbar mit dem Außenraum und aktivieren den Standort für Nachbar:innen, Kulturschaffende und andere Interessierte, sei es durch Performances, Filmabende, Vorträge oder Workshops. Die Veranstaltungen richten sich an alle, die in Städten leben und Lust haben, scheinbar Unverbundenes zusammen zu denken, eigene blinde Flecke aufzuspüren und so Bilder beziehungsweise Vorstellungen einer Stadt mitzuentwickeln, in der wir leben wollen.

WAS UNS AUSMACHT

Unsere Arbeit knüpft an ein breites Spektrum kultureller Initiativen an, die früh in die HafenCity Entwicklung integriert wurden, etwa die Gründung des Kultur Quartiers Oberhafen, die Ansiedlung mehrerer Festivals, sowie die Förderung temporärer und/oder subkultureller Nutzungskonzepte. Gleichzeitig geht IMAGINE THE CITY über bisherige Ansätze hinaus, indem wir erstmals systematisch, langfristig, projekt- und genreübergreifend bewusst dort aktiv werden, wo die Weichen für künftiges Zusammenleben gestellt werden: in städtischen Entwicklungsarealen. Diese Ausrichtung erfordert neue Konzepte, neue Allianzen und neue Infrastrukturen, die zwischen Kultur und Stadtentwicklung, Akteur:innen und Auftraggeber:innen, Repräsentation und Aktivismus vermitteln.

JOBS 

Wir suchen regelmäßig Praktikant:innen. Initiativbewerbungen gerne an: info@imaginethecity.de 

TEAM 

DIREKTORIN (in Elternzeit)
Ellen Blumenstein 
blumenstein@imaginethecity.de

Stets auf der Suche nach neuen Formaten, die kulturelle Fragen an eine diverse Öffentlichkeit vermitteln, ist Ellen dem Auftrag, Kultur und Stadtentwicklung für Hamburg zusammen zu denken, konsequent verpflichtet. Parallel ist sie assoziierte Kuratorin im Spreepark Berlin und betreut bis 2023 das Reallabor Kunst im öffentlichen Raum an der Hochschule für Künste in Bremen.

BÜRO- UND PROJEKTLEITER
Jonas Wietelmann 
wietelmann@imaginethecity.de 

Jonas ist im Frühjahr 2022 von Dresden nach Hamburg gewechselt, um die Infrastruktur von IMAGINE THE CITY auf Vordermann zu bringen. Er verwandelt interessante Konzepte in umsetzbare Projekte, kümmert sich um das Fundraising und vernetzt uns weit über die Grenzen Hamburgs hinaus. Sein inhaltlicher Fokus liegt auf digitalen Strategien und Kunstvermittlungstechnologien. 

KURATORIN
Theresa Michel 
michel@imaginethecity.de

Theresa ist seit 2019 Mitglied im künstlerischen Team von IMAGINE THE CITY, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Co-Kuratorin drei Jahre lang schwerpunktmäßig zur Hamburger- und Handelsgeschichte gearbeitet sowie digitale Formate mitentwickelt hat. Seit 2022 übernimmt sie kuratorische Verantwortung und ist erste Ansprechpartnerin für Projekt- und Formatideen, Kooperationen – und Titelfindung. 

BÜRO MANAGERIN
Lea-Elisa Jüttner 
juettner@imaginethecity.de 
 
Lea macht seit Herbst 2022 einen Master in Urban Design an der HafenCity Universität, wo sie Umnutzungsstrategien, urbane Begegnungsräume und Kulturformate jenseits klassischer Institutionen entwickelt. Neben Büromanagement bringt sie ihre Erfahrungen aus dem Denkmalschutzamt Hamburg und als Vermittlerin auf der documenta 15 auch in die Programmarbeit von IMAGINE THE CITY ein.

PRAKTIKANTIN
Nele Nithack 
nithack@imaginethecity.de 

Nele studiert Kultur der Metropole an der HafenCity Universität und absolviert ihr Praxissemester bei IMAGINE THE CITY. Auf unser Programm ist sie während der Corona Pandemie gestoßen, als sie nach Kulturangeboten jenseits der notgedrungen geschlossenen Institutionen suchte. Sie arbeitet eng mit Theresa an kommenden Projekten und unterstützt Lea bei der Pflege der Büroinfrastruktur.   

BUCHHALTUNG UND VERWALTUNG 
Anke Hollmann 
info@imaginethecity.de 

ART DIRECTION UND DESIGN 
Timm Häneke 
timmhaeneke.de 
Tobias Röttger 
stahl-r.de 

WEB-DEVELOPMENT 
Stefan Wunderwald 
src.plus 

 

Die Website wurde gefördert im Rahmen von KULTUR.GEMEIN­SCHAFTEN. Das Programm wird aus Mitteln des Rettungs- und Zukunftspakets NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von der Kulturstiftung der Länder finanziert.

 


1. Kontrolle:
Wer entscheidet wer entscheidet?  

Um einen Eingang in die HafenCity durch zwei überlebensgroße weiblichen Comicfiguren temporär bewachen lassen zu dürfen, muss die Veranstalterin ein statisches Gutachten vorweisen. Das Gutachten muss rechnerisch belegen, dass die Stahlskulptur Escape to from HafenCity von Marc Bijl auch bei maximal für den jeweiligen Standort zu erwartenden Sturmböen nicht umfallen, niemanden verletzten sowie keine Flutschutzanlagen im Stadtteil blockieren kann. Nur unter dieser Voraussetzung wird der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), der für die wasserseitige Sicherheit zuständigen Behörde, dem Projekt eine Freigabe erteilen. Außerdem darf die zuständige Polizeidirektion keine Bedenken gegen die Verkehrssicherheit des Standorts anmelden, das heißt, die Plastiken dürfen weder den Straßen- noch den Fußgängerverkehr behindern. Am allerwichtigsten: Das Denkmalschutzamt muss bestätigen, dass die Kunst die Sicht auf das UNESCO-Welterbe „Speicherstadt“ nicht behindert. Um in Erfahrung zu bringen, welche Standorte im Einzugsgebiet des historischen Bauensembles liegen, bietet die Stadt Hamburg online eine Karte zum Download an, die mit dunkelroten, roten und grauen Feldern sogenannte Kern- und Pufferzonen markiert. Darin ist das Aufstellen von Kunstwerken ausgeschlossen, ebenso wie auf den Sichtachsen, was die Standortsuche umso komplexer gestaltet, denn die Speicherstadt ist von annähernd überall in der HafenCity aus zu sehen, und besonders die Ein- und Übergangszonen sind in vielen Fällen denkmalgeschützt, weil dort für Zollkontrollen in und aus dem Freihandelsgebiet die wenigen soliden Gebäude errichtet wurden, die aus der Auf- und Umbruchphase des Hafens im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis heute auf HafenCity-Seite erhalten sind. Dass auf diesem Areal regelmäßig kommerzielle Veranstaltungen stattfinden, das gesamte Gebiet als Parkplatz genutzt wird und unter anderem das neue Hauptquartier des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL genau in diesem Bereich gebaut wurde, steht selbstverständlich auf einem anderen Blatt.

© Laura Léglise
© Laura Léglise

Als letzte, entscheidende Hürde muss das Bezirksamt der Präsentation zustimmen – unter der Voraussetzung, dass alle anderen Behörden bereits ihr schriftliches Einverständnis erteilt haben. Dass in diesem Prozess auch die Beteiligten verschiedene Interessen vertreten, und etwa das Denkmalschutzamt einen Standort gestatten würde, den die Polizei für nicht vertretbar hält, oder die LSBG sich auf einen Kompromiss einlassen würde, von dem noch niemand wissen kann, dass das Bezirksamt davon nichts wissen will, weil dort etwa Schausteller des Hamburger Doms (einem halbjährlichen Jahrmarkt, der wegen der Corona-Pandemie nicht auf dem regulären Festivalgelände stattfinden kann) eine Genehmigung für den Sommer beantragt haben – und dass sich all diese Faktoren auf die Skulpturen auswirken, für die der Künstler ja erst im Dialog mit einem bestimmten Standort Aussehen, Höhe und Konstruktion finalisieren kann – sei an dieser Stelle nur angedeutet.
 
Dennoch: In einem zwei Jahre währenden Prozess hat die Veranstalterin sämtliche Auflagen berücksichtigt, einen Standort gefunden, ein Statik Gutachten erstellen lassen, das die Ungefährlichkeit der Objekte für die spezifische Situation nachweist, in Absprache mit dem Künstler den Entwurf adaptiert, und schließlich alle Unterlagen zwei Monate vor der geplanten Eröffnung vollständig bei der zuständigen Sachbearbeiterin des Bezirksamts eingereicht.

Dann geschah: Nichts. Mehrfache Nachfragen auf sämtlichen Kommunikationskanälen ignorierte die Kollegin stoisch. Da das Eröffnungsdatum der Ausstellung nicht nur auf dem Deckblatt des Antrags in Fettdruck vermerkt und selbstverständlich vielfach kommuniziert war und er davon ausging, dass man ihn bei offenen Bedenken zweifelsohne kontaktiert hätte, entschied der verantwortliche Technische Leiter zuletzt, ihr Schweigen als Zustimmung zu deuten. Er buchte einen Tieflader mit Kran und stellte das Kunstwerk mithilfe von sechs starken Männern gerade noch rechtzeitig zum Eröffnungswochenende des Ausstellungsparcours THE GATE auf. Am folgenden Montag ging folgendes Schreiben bei ihm ein: 

Sehr geehrter Herr, 

Sie haben, obwohl Ihr Antrag noch in Prüfung ist und wir somit keine Erlaubnis erteilt haben, letzte Woche 2 Stahlfiguren unberechtigterweise aufgestellt. Diesbezüglich verweise ich auch auf meine E-Mail (siehe unten) in der ich Ihnen explizit mitteile, dass kein Aufbau vorzunehmen ist. Ferner gab es hierzu auch keine Zustimmung von der LSBG, Bereich Hochwasserschutz Niederbaumbrücke, siehe anliegende E-Mail. Dieser Standort birgt für Passanten und dem Straßenverkehr eine Gefahrenquelle und ist aus diesem Grund nicht erlaubnisfähig. 

Ein Abbau der Wächterfiguren ist daher umgehend vorzunehmen. Zum Schutz der öffentlichen Wege und des Straßenverkehrs sind alle erforderlichen Vorkehrungen zu treffen. Der Freien und Hansestadt sind alle Kosten zu erstatten, die ihr im Zusammenhang mit der Nutzung entstehen. Hierzu gehören auch Entschädigungs- und Schadensersatzleistung, welche die Freie und Hansestadt Hamburg im Zusammenhang mit der Nutzung aufgrund einer Rechtspflicht erbringen muss. Folgende Auflagen zum Abbau sind einzuhalten: 
  
– Der gesamte Fahrweg und die Aufstellflächen sind mit Kunststofflastverteilungsplatten auszulegen. Bei Nichtgebrauch sind diese zu entfernen. 
– Die Arbeitsstellen sind nach der RSA 95 abzusperren. 

Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass die Nutzung ohne Erlaubnis gem. § 72 des Hamburgischen Wegegesetzes eine ordnungswidrig ist und mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € geahndet werden kann. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Name der Sachbearbeiterin 

Fortsetzung folgt.